Weben boomt! Ich finde, es hat fast ein bisschen Suchtpotenzial: Weil es so schön schnell geht, die Technik easy {fast ein bisschen meditativ} ist und man mit einfachsten Mitteln echt tolle Objekte schaffen kann. Sogar die Webunterlage lässt sich selber bauen. Die Ergebnisse sind echte Hingucker mit ein bisschen Retro-Charme.

DIY-Tutorial: Weben mit Bändern

Ihr braucht:

  • einen {geweißten} Ast oder eine Holz- oder Metallstange als Aufhängung {gut kann man übrigens auch in einer Astgabel weben}
  • dünnes Garn für die Kettfäden in Weiß
  • verschiedene, bunte Bänder, Kordeln, Woll-, Filz und andere Textilschnüre
  • Malerkrepp zum Fixieren
  • Heißkleber {oder Nadel und Faden zum Vernähen}

So wird’s gemacht:

  • die Kettfäden zuschneiden, die Länge und Anzahl hängt von der Größe eures Wandobjektes ab, ich habe 17 Kettfäden à 1 m verarbeitet
  • die Fäden in gleichmäßigen Abständen mit einem Doppelknoten an den Ast knoten, so dass die Enden gleichlang abhängen
  • die Fadenenden mit einem Malerkreppstreifen auf dem Tisch oder der Unterlage befestigen {am besten partieweise festkleben, geht leichter}
  • den Ast ebenfalls festkleben
  • und dann losweben {so wie wir es wohl noch alle aus Grundschulzeiten kennen ;)}: den Schussfaden abwechselnd immer schön unter und über dem Kettfaden herführen, dabei den Fadenanfang und das -ende jeweils ein Stückchen überstehen lassen
    {Technisch sauber wird’s, wenn ihr die Fadenenden zweier aufeinanderfolgender Bänder miteinander verknotet. Da ich aber sehr unterschiedlich breite Bänder verwendet habe, habe ich darauf verzichtet und jedes Band ohne es anzuknoten eingewebt}
  • zwischendurch mit den Fingern „kämmen“ und die Bänder in Richtung Aufhängung am Ast zusammenschieben
  • wenn euer Wandbehang die richtige Größe erreicht hat, einfach zwei nebeneinander liegende Kettfäden miteinander verknoten und abschneiden {wer mag, kann die Fäden natürlich auch hängen lassen}
  • zum Schluss die Bandenden rückseitig mit einem kleinen Heißklebepunkt ankleben {handarbeitstechnisch sauberer ist sicher das Vernähen, ich hab‘ mich mal für die schnelle Variante entschieden}

Ich find’s schön, wenn die Farbstreifen unterschiedlich breit sind und in der Abfolge die unterschiedlichen Texturen aufeinandertreffen: Wolle auf Satin, Filz auf Baumwolle, …
Farblich würde ich’s nicht zu bunt angehen, zu viele Farben machen das Ganze sehr wild. Mir gefällt gut, wenn sich zu den knalligen Farbtönen Pastelle wie Rosa, Korall oder Mint gesellen. Das sieht etwas softer und besonders frisch aus.
Macht Lust auf Sommer, oder?

Für uns geht’s jetzt wieder zu einer Stippvisite zum Creadienstag. Seid ihr dabei?

6 Kommentare

  1. sieht sehr nett aus und animiert zum nachmachen. herzliche grüße christina

    Antworten
    • Danke fürs Kompliment! Liebe Grüße Jutta

  2. Das ist dir wirklich fein gelungen – so zart und frisch und sommerlich!
    Liebe Grüße von Lena

    Antworten
    • Vielen lieben Dank! Herzlich grüßt dich Jutta

  3. wie fein gemacht ! weben mit bunte bänder !
    liebe grüsse

    Antworten
    • Dankeschön und liebe Grüße! Jutta

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere aktuelle Beiträge:

 

Tafelstoff to go: Lunchbag nähen

Superpraktisch und echt lässig: eine Lunchbag aus Tafelstoff. Nähen, jeden Tag frisch befüllen, immer neu beschriften. Damit jeder weiß, zu wem sie gehört und welche leckeren Snacks drin sind.

mehr lesen

Liebevoll verpackt ist halb geschenkt

Auch kleine Mitbringsel zum Geburtstag oder zur spontanen Party wollen liebevoll verpackt sein – mit ein paar schönen Papieren, Bändern, Filz, Kork- und Tafelstoff werden daraus echte Geschenke.

mehr lesen

Furoshiki-Style: Geschenke verpacken mit Stoff

Geschenke zu bekommen ist toll. Geschenke zu machen aber auch. Wie wäre es, diese, statt in Papier, mit Stoff zu verpacken? Zum Beispiel im japanischen Furoshiki-Style? Der lebt von stilvollen, aber lässigen Knotentechniken.

mehr lesen