Wolltet ihr schon immer mal wissen, wie man Stoff mit der Hand smokt? Dann haben wir eine Step-by-Step-Anleitung in Bild und Text, mit der es garantiert klappt. Und on top gibt’s eine schnelle, kleine Dekoidee, damit das veredelte Stoffstückchen auch richtig zur Geltung kommt.

Sticken lernen: Stoff mit der Hand smoken + kleines Stoffbild

Material:

  • Stoff in leicht melierter Optik (Artikelnummer ) in Hellpink, diverse Stoffe als Meterware bekommt ihr bei Halbach24.de
  • Nähnadel
  • Nähgarn (Farbe ist egal, dient nur als Hilfsfaden, wird später entfernt)
  • mehrfädiges Stickgarn/Twist in Hellgelb
  • Sticknadel mit spitzer Spitze
  • Stecknadeln mit Kopf
  • (Patchwork-) Lineal, Bleistift
  • Schere
  • für das Bild zusätzlich eine kleine Leinwand (20 x 20 cm) plus Tacker

So wird’s gemacht:

Der Stoffverbrauch richtet sich nach der Fältchentiefe (diese sind 1,5 cm tief). Als Faustregel gilt, dass man etwa die dreifache Stoffbreite braucht (auf die Stoffhöhe wirkt sich das Muster nicht aus; der melierte Stoff liegt 28 cm breit). Je nachdem wie viele gesmokte Falten ihr sticken wollt, ergibt sich die Stofflänge. Unser kleines Bild besteht nur etwa zu einem Drittel aus gesmokten Reihen. Damit’s nicht zu knapp wird, das Stoffstück lieber großzügig zuschneiden, mindestens aber 50 cm. Oder, wenn’s nicht hindert, direkt am ganzen Stück bzw. an der Rolle arbeiten. ;)

Als Erstes mit Hilfe des Patchworklinaels Bleistiftpunkte im Abstand von 1,5 zueinander auf der linken Stoffseite anzeichnen. Wählt eine gerade Anzahl an Reihen, da jeweils zwei Reihen in einem Arbeitsgang gestickt werden. Hier sind’s 12 Reihen.
Den Hilfsfaden waagerecht von links nach rechts durch die Punktereihen fädeln. Dabei den Faden am Anfang jeweils mit einem Knoten fixieren.

Sind alle Fäden eingezogen, rechts neben der letzten Punktereihe die Stecknadeln in einer senkrechten Reihe einstecken. Und zwar so viele, wie es Reihen gibt. Der Stecknadelkopf sollte sich jeweils etwa auf der Höhe der Punktmarkierung befinden.

Die Fäden nun nach und nach ziehen und den Stoff in gleichmäßige Falten legen. Das jeweilige Fadenende um den Stecknadelkopf wickeln Reihe einstecken. Die Nähgarnenden um den Kopf wickeln und so gegen das Verrutschen sichern.

Das Stoffstück wenden, sodass die rechte Stoffseite oben liegt. Gegen das Aufspringen der Falten kann man diese an den Stoffseiten zusätzlich mit Stecknadeln zusammenfassen.

Gestickt wird von links nach rechts und zwar immer über zwei Reihen in einem Arbeitsgang. Das Stickgarn zuerst in der obersten Reihe knapp links neben der Faltenwölbung von unten einstechen, knapp rechts neben der Faltenwölbung der danabenliegenden Falte einstechen. Beide Falten mit einem zweiten Stich zusammennähen.
(Sticht man genau in der Mitte der Faltenwölbung aus, sieht man später nicht viel vom Garn. Gerade, wenn das eine Kontrastfarbe hat, wäre das schade …)

Den Faden auf der Unterseite so führen, dass die Nadel knapp links neben der Faltenwölbung an der darunterliegenden Falte aussticht. Diese Falte und die danebenliegende wieder mit zwei Stichen zusammennähen.

Das Stickgarn nun wieder an der Stoffunterseite in die obere Reihe führen, links neben der Faltenwölbung ausstechen, mit zwei Stichen mit der danebenliegenden zusammennähen.

Wieder von der Unterseite des Stoffes aus in die Falte der unteren Reihe einstechen, mit zwei Stichen diese und die Nachbarfalte zusammennähen.

Nach diesem Prinzip die ersten beiden Reihen sticken.

Die Falten der nächsten Reihen jeweils im Doppelpack auf die gleiche Weise zusammennähen.

Sind alle Reihen gestickt, die Stecknadeln entfernen und den Hilfsfaden entfernen.

Ist das nicht ein hübsches Wabenmuster? ♥

Ich mochte vorher selbst kaum glauben, wie flexibel und elastisch ein festes Stück Stoff durchs Smoken wird. Ist aber so. :)
Fürs kleine Bild den Stoff probehalber auf die Leinwand legen, umdrehen und eventuell einkürzen.
Den Stoff zuerst oben und unten um den Leinwandrand spannen, mit ein paar Nadeln festtackern. Den gesmokten Bereich dabei – so hab ich’s gemacht – eventuell aussparen.
Den Stoff dann rechts und links um die Ränder legen, ebenfalls festtackern. Dabei nicht zu stramm spannen. Der Stoff liegt eher locker auf, damit sich das schöne Muster nicht verzieht.

Klar, könnt ihr die Smoktechnik als Verzierung für Passen und Bündchen einsetzen. Wir fanden die Variante als textlies Bild ganz dekorativ und besonders. Sommerlich-frisch, ein bisschen verspielt und trotzdem grafisch-reduziert. Wie gefällt’s euch?

Unser gesmoktes Bild stellen wir gern bei den Decorize Kreativas, dem Dings vom Dienstag und bei Handmade on Tuesday zur Schau.

4 Kommentare

  1. Vielen Dank für die tolle Anleitung! Die kann ich für ein Blusenprojekt gut gebrauchen! Liebe Grüße, Fiene

    Antworten
    • Liebe Fiene, das ist ja toll! Viel Spaß beim Smoken!
      Viele Grüße
      Jutta

  2. Servus Jutta!
    Ich bin begeistert! Die Idee finde ich so toll und hoffe, dass ich einmal Zeit finde, so einen Rahmen für mich auszuprobieren! Vielen Dank für die tolle Anleitung und fürs Zeigen beim DvD! Ganz liebe Grüße
    ELFi

    Antworten
    • Liebe ELFi, danke für dein nettes Feedback!
      Herzlich grüßt Jutta

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