Wir lieben Hochzeiten, wir lieben Makramee – wie wäre es, beides für einen lässigen, aber besonderen Stuhlschmuck zu verknüpfen? Damit die Knoten nur ins Garn und nicht in eure Finger kommen, zeigen wir euch jeden Schritt zum Boho-Glück!

Hochzeitsdeko: Anleitung für Makramee-Stuhlschmuck

Fur eure Makramee-Stuhlschmuck – der sich natürlich nicht nur am Hochzeitsstuhl gut macht – braucht ihr nichts weiter als Kordel aus recycelter Baumwolle (Artikelnummer ), ein Maßband, eine Schere und knüpfwillige Finger.

Die Länge der einzelnen Arbeitsfäden hängt von der Stuhlhöhe ab. Dieser ist 0,85 m hoch. Zum Knüpfen braucht ihr 12 Schnüre à 5,50 m (besser ist, man hat genug Spiel, als dass am Ende das entscheidende Stückchen fehlt …).
Die Schnur, an dem der Stuhlschmuck gearbeitet wird, ist hier 2,10 m lang (2 x Höhe bis zum Boden + Schlaufen am Stuhl + Breite des Stuhls).
Spannt die Schnur quer. Nehmt jeweils zwei der langen Schnüre und befestigt sie hälftig mittels Schlaufe an der quergespannten Schnur.

Bringt die sechs Vierer-Kordelgruppen in gleichmäßigen Abständen an.

Zuerst gibt’s einen Doppelknoten. Ihr braucht dafür vier Schnüre.
Nehmt dafür (wie auf dem Foto zu sehen) die rechten beiden Schnüre der äußersten linken Schnurgruppe und die linken der rechts danebenliegenden Gruppe zusammen.
Knotet den Doppelknoten wie auf den Bildern zu sehen.
(Alternative Bilder findet ihr bei unserer Makramee-Tasche aus Papier-Strickschlauch)

Für die insgesamt fünf Doppelknoten der ersten Reihe nehmt nun jeweils zwei aus nebeneinanderliegenden Viererschnurgruppen zusammen.
(Die beiden jeweils äußersten Schnüre links und rechts werden in dieser Reihe nicht benutzt.)
Die Knoten sollten möglichst auf einer Höhe liegen.

Für die nächste Reihe nehmt die beiden rechten Kordeln des ersten Doppelknotens und die linken des danebenliegenden Knoten.
Verknotet sie zum Doppelknoten.

Die zweite Reihe hat vier Doppelknoten.

Nach dem gleichen Prinzip in die dritte Reihe drei, in die vierte Reihe zwei und die fünfte Reihe einen Doppelknoten knoten.
So ergibt sich das V-förmige Muster.

Von der Mitte aus starten wir nun mit geschlungenen Knotenmuster.
Diese werden über die beiden ganz mittleren Schnüre gearbeitet.
Zuerst den linken mittleren nehmen, den links danebenliegenden unter ihm durchführen, einmal drüberlegen, wieder unten herum, nach oben und das Fadenende durch die letzte offene (untenliegende) Schlaufe ziehen.

Jetzt die danebenliegende Kordel nehmen, zweimal um den “liegenden” Faden führen, Knoten festschieben.

Das Ganze viermal wiederholen.

Das gleiche Knotenprinzip von der Mitte aus nach rechts wiederholen.

Faden unter der “liegenden” Kordel durchführen, einmal darüber führen, noch einmal unten herum, wieder nach oben, dann das Fadenende durch die letzte offene (untenliegende) Schlaufe ziehen, Knoten festschieben.

Auch auf dieser Seite viermal wiederholen. An diesem Muster sind die zehn mittleren Schnüre beteiligt.

Die letzte Makramee-Knoten-Einheiten sind gedrehte Halbknoten. Die Drehung entsteht dadurch, dass man immer den gleichen Knoten wiederholt (und nicht wie beim Doppelknoten die Knüpfrichtung wechselt).
Auch hier brauchen wir jeweils vier Schnüre.
Die äußersten vier Schnüre bilden das erste Knotenteam.
Wir haben beim Knoten darauf geachtet, den äußeren Knoten über die mittleren und den innenliegenden der Vierergruppe immer unter den mittleren beiden herführt. Dann wird die Drehung einheitlich.
Mit der äußersten gedrehten Knotenkette haben wir auf einer gedachten Linie kurz oberhalb des mittigen geschlungenen Musters begonnen.
30 Halbknoten knoten.

Von links außen nach rechts außen switchen und auch hier 30 Halbknoten knüpfen.

Für die nächsten gedrehten Halbknoten die nächsten vier Schnüre zusammennehmen.
Dabei auf den Fall der recycelten Baumwollkordel achten. Damit der Stuhlschmuck optisch nicht zu sehr nach innen einzieht, die Schnüre eher locker zusammennehmen und erst dann mit dem Knoten starten.
Hier sind es zweimal 25 Knoten.

Mit den mittleren beiden Vierergruppen jeweils 15 Halbknoten knoten.

Die Halbknoten enden an der Unterkante auf etwa der gleichen Höhe.

Zum Schluss die Schnüre kürzen: Gerne so, dass sie locker auf dem Boden aufliegen. Das unterstreicht den unaufgeregten Boho-Charaketer.
Wer den noch verstärken möchte, kann die Kordelenden unten zusätzlich ein wenig ausfransen und dafür ein Stückchen aufribbeln.

Wenn ihr vom Knüpffieber angesteckt seid: Die recycelte Halbach-Baumwollkordel gibt es aktuell bei idee. der creativmarkt – online und in vielen Filialen.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Knoten – ach, das macht so viel Spaß und ist herrlich entspannend!

Teilen

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Weitere aktuelle Beiträge:

Geliebtes Balkonien!

Wenn Urlaubspläne auf Eis liegen, machen wir das Beste daraus: Wir machen es uns zu Hause schön! Ein fröhlich-bunter Bändervorhang und DIY-Pflanzenstecker eröffnen unsere kleine Outdoor-Serie!

mehr lesen