Achtung: Bänder in Schieflage! Wir weben schräg, heraus kommt ein textiles Bild mit 3-D-Effekt. Tolle Optik und gar nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint. Wir zeigen jeden Schritt, damit’s auch wirklich gelingt!

Bänder schräg weben: DIY-Bild mit 3-D-Effekt

Material:

  • drei Sorten Bänder in der gleichen Breite, hier 3 cm: Band in Weiß mit transparenten Effektstreifen (Artikelnummer ), Band mit Bogenmuster in Mint (Artikelnummer
  • geweißte Holzplatte 47 cm x 47 cm
  • Patchworklineal (hier ist der benötigte 30-Grad-Winkel markiert; alternativ geht’s auch mit einem großen Geodreieck)
  • Filz- oder Korkunterlage zum Festpinnen der Bänder
  • selbst gemachtes Webschiffchen aus Pappe (ein Profi-Webschiffchen geht natürlich auch ;))
  • Zackenaufhänger o. ä.
  • Stecknadeln, (Masking-) Tape
  • Schere, Heißklebepistole

So gelingt das schräg gewebte DIY-Bild:

Zuerst die senkrecht verlaufenden Bänder zuschneiden. Ihr braucht 15 Streifen à 60 cm (ja, ein deutlicher Überstand zur Plattengröße hilft ;)).
Die Bänder Kante an Kante nebeneinander auf die Filzunterlage legen, oben und unten mit einer Stecknadel feststecken.

Das naturfarbige Band bildet die erste Schräge. Dafür 8 Streifen à 65 cm zuschneiden (für die längsten Diagonalen in der Mitte).
Zum Rand hin braucht man kürzere Bänder, deren Länge man durch kurzes Probeanlegen zuschneiden kann.
Insgesamt braucht man 20 Bandabschnitte.
Gewebt wird von rechts unten nach links oben.

Wichtig ist ein Winkel von 30°. Der ist auf dem Patchworklineal markiert.
Das Band an der gedachten, rechten unteren “Bildecke” anlegen, den Punkt mit einer Stecknadel markieren.
Das Band mit einem Winkel von 30° schräg nach links oben legen. Den Zielpunkt wieder mit einer Stecknadel markieren.
Das hilft, um den richtigen Winkel beim Weben einzuhalten.
Ist die erste Reihe gewebt und legt man die nächsten Bänder Kante an Kante an, hält man diesen Winkel automatisch. Es reicht, ihn zwischendurch mithilfe des Lineals abzugleichen.

Jetzt geht’s ans Weben und zwar nach diesem Schema: unter zwei Bändern  hindurchfädeln und über eins führen.

Die auf dem Bild zu sehenden Reihenanfänge beachten und nach diesem wiederkehrenden Muster weiterweben.

Die Bänder jeweils am Anfang und Ende feststecken.

Alle Reihen mit den insgesamt 20 Bandzuschnitten “füllen”.

Die dritte Bandsorte wird von links unten nach rechts oben gewebt.
Wieder auf den 30°-Winkel achten.
Die erste Reihe in der gedachten, unteren linken “Bildecke” anlegen.
Auch hier sind Stecknadelmarkierungen hilfreich.

Beim Weben dieser Schrägen ist die Vorstellung hilfreich, dass man dem Würfel den “Deckel aufsetzt”.
Man führt das Band unter zwei schrägen, naturfarbigen Bändern her, dann als “Deckel” über dem senkrecht verlaufenden (hier mitfarbigem) Band, wieder unter zwei schräg verlaufenden, dann über ein senkrecht verlaufendes, und so weiter.
Viele Worte helfen nicht viel: Ausprobieren ist leichter! :)
Es wird gelingen, versprochen!
Ein kleiner Tipp vielleicht noch: Führt das Schiffchen relativ flach. Das hilft, den richtigen “Ausgang” zu finden.

Bevor das Bänderwerk nun auf die Platte kommt, einmal rundherum mit (Masking-) Tape gegen das Verrutschen sichern.
Dann alle Stecknadeln lösen und das Webstück auf die Holzplatte ziehen.

Auf der Oberseite punktuell mit Heißkleber festkleben.
Die Platte umdrehen, die Bänder an der Kante festkleben, nach hinten umklappen, ebenfalls ankleben.
Am besten erst zwei gegenüberliegende Seiten bearbeiten. Dann lassen sich die Bänder noch ein wenig ausrichten. Ist alles feinjustiert, auch die beiden anderen Seiten fixieren.

Die Bänder auf eine Länge kürzen. Wer’s auch hinten ganz sauber mag, klebt rundherum noch ein Band auf.

Den Zackenaufhänger anbringen – fertig ist das Bänderbild!

Ist schon ein Hingucker, oder?!

Wir mögen den textilen 3-D-Effekt sehr und freuen uns, wenn wir euch Lust machen konnten auf eine kleine Webeinheit!

Gerne stellen wir unser Bild bei den Decorize Kreativas und bei Handmade on Tuesday vor.

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